Schwedenrot: Ursprung der Schwedischen Holzfarbe

Schwedenrot: Die Herkunft Schwedenrot Holzfarbe und Moose Färg

Es war natürlich sehr naheliegend das rote, gelbe und schwarze Gut, das gerade aus dem Boden gefördert wurde, als Pigment für die Farbe zum Hausanstrich zu verwenden.

 

Von Naturfarben, Schlamfarben Schwedenrot und Erdpigmenten

Bis vor nicht allzu langer Zeit haben Künstler ihre eigenen Farben hergestellt. Für eine gute Farbe benötigt man: Pigment und Füllmittel, um sie streichfähig zu machen (wässrig verarbeitet sie sich schlecht) und um eine Basis für das Pigment und ein trocknendes Öl zu schaffen, das nach ein oder zwei Stunden aushärtet. Die Farbe sollte schließlich gut auf der Oberfläche haften.

Es gibt auch viele Geheimnisse unter Farbenherstellern, wie z.B. das Untermischen von: sehr kleinen Mengen Seife (Emulgator), Glanzmittel, antibakteriellen Stoffen etc. und einem Verdünnungsmittel, wie z.B. das früher verwendete Terpentin (fast ganz verboten) und heutzutage das Wasser (das eigentlich auch früher schon ziemlich populär war).

Schwedenrot Holzfarbe herstellen

In Schweden stellen noch viele Leute ihre eigenen Farben oder Lacke fürs Holz selbst her. Holzfarbe ist in der Kneipe ein wichtiges Thema, da jeder ein Holzhaus hat und daher auch Erfahrung mit Farben. Es geht dort manchmal auch sehr hoch her, (nicht in der Kneipe, sondern mit der Farbe), weil auch altes Motorenöl zu der roten Farbe gemischt wird.

Ein wesentlicher Bestandteil für die genannte Farbe ist ein sogenanntes trocknendes Öl, auch Leinöl ist traditionell sehr gut geeignet. Leinöl wird aus den Flachs- bzw. Leinsamen gepresst. Inzwischen wird es weitestgehend aus Südamerika importiert. Das rohe Leinöl ist etwas trübe und muss erst geklärt werden. Wenn dies geschehen ist, heißt es Leinöl-Standöl. Dieses wird dann mit Kreide und den anderen Substanzen gemischt.

Leinöl reagiert sehr langsam, deshalb wird es erhitzt (gekocht, das ist aber nicht ganz richtig), es reagiert dann auf die Luft und trocknet somit schneller. Selbst dann dauert es noch einige Zeit und daher werden metallorganische Verbindungen in der Farbe, sogenannte Sikkative (Trockenstoffe) als Katalysatoren genutzt. Der Nachteil des zu schnellen Trocknens ist jedoch, dass die Farbe zur Rissbildung neigt.

Klassische Leinölfarbe Holzfarbe

Sie enthält 90% Leinöl und bildet einen Farbfilm, der abblättern könnte. Moose vom Typ F und S enthalten etwa 10% Leinöl, also Tröpfchen in der Farbe (man denke an Mayonnaise), wodurch die Farbe offenporig bleibt und die Wahrscheinlichkeit des Abblätterns deutlich reduziert wird. Zudem erzielt man mit Leinöl immer ein glänzendes Ergebnis.

 Schwedenrot

Pigmente für Schwedenrot Holzfarbe von Moose Färg

In Sienna, Dalarna und den Grotten von Altamira und Andalusien und viele andere Stellen  gibt es in einer großen Vielzahl von rote Pigmente aus der Erde. Traditionell gibt es in Schweden viele Erzvorkommen, wie z.B. Kupfererz, das die Schweden bis heute reich gemacht hat. So konnten sie auch viele Kriege führen. Besonders Kupfererz war ein Kassenschlager und wer reich war, hatte ein Kupferdach auf seinem Haus (da Kupfer oxidiert und dadurch schön grün wird, konnte jeder diesen Reichtum sehen)

Die schwedischen Kupferminen waren die reichsten Europas und zu gegebener Zeit deckten sie sogar 80% des Kupferbedarfs in Europa. Die früheren Höhlenbewohner machen sogar ihre Felsmalereien mit das Schwedenrot.

 

Schwedenrot

Kupferoxidiertes Dach Schwedenrot

Die der Luft ausgesetzte Erde wird einfach rot (Rio Tinto, dort ist der ganze Fluss rot). Sienna ist für seine ockerfarbenen Pigmente am bekanntesten, da diese beim Brennen zuerst orangerot, dann dunkelrot und zum Schluss tiefschwarz werden.

Es gibt sie in Schweden, in Dalarna, Falun und der Umgebung. Außerdem gibt es Erz in Røros in Norwegen und auch in Finnland. Aber auch in Roussillon, Andalusien und in England (Englisch rot). Diese roten Pigmente unterscheiden sich jedoch alle in ihrer Art durch die vielen verschiedenen Mineralien, die neben dem Farbgeber enthalten sind, wie z.B. Eisenoxid, eigentlich Rost …. und viele andere Schwermetalle, wie z.B. Blei.

Pigmente in Moose Färg Schwedenrot Holzfarbe

Pigmente in Moose Färg Schwedenrot Holzfarbe

 

Gelb ist Eisenhydroxid Rot ist Eisenoxid 2 Schwarz ist Eisenoxid 3
Fe (OH)2 Hämatit Fe2O3 FeO.Fe2O3 (auch Fe3O4)

Die Geschichte der Schlam Holzfarbe und Schwedenrot

Es war natürlich sehr naheliegend das rote, gelbe und schwarze Gut, das gerade aus dem Boden gefördert wurde, als Pigment für die Holzfarbe zum Hausanstrich zu verwenden. Altes Weizen- und/oder Roggenmehl wurde als Verdickungsmittel verwendet, sowie Wasser und einige andere Dinge aus der Mine (Eisensulfat Pulver). Dieses Gemisch wurde dann gekocht und später wurde der Holzfarbe dann auch noch Leinöl beigemischt. Dies ist immer noch das Grundrezept für unsere Schlamfärg.

Diese Pigmente enthalten immer noch 0,24% Blei und daher werden für Moose Färg Holzfarbe ausgewählte, bleifreie Pigmente verwendet. Nach dem Rot kam die Holzfarbe Weiß in Mode (da diese teurer war und man so jedem seinen Reichtum zeigen konnte) und auch das typische Grün (die Farbe von Kupferoxid) und Blau (die vermutliche Herkunft war das sogenannte Berliner Blau).

Diese Holzfarbe wird daher auch als Kochfarbe bezeichnet.

hier ist das Rezept:

Das Wasser zum Kochen bringen. Fügen Sie die Pigmente hinzu und rühren Sie alles in etwa 15 Minuten klumpenfrei gut ein. Mischen Sie das Mehl mit etwas Wasser und fügen Sie es unter ständigem Rühren der köchelnden Mischung bei. Lassen Sie das Ganze unter ständigem Rühren ca. 1 Stunde köcheln, bis das Mehl zu Mehlstärke wird. Rühren Sie die Pigmente ein und lassen Sie es dann noch 30 Minuten köcheln.

 

Schwedenrot kochen

Rödfarg kochen

Schlamm ist ursprünglich ein deutsches Wort, das im Bergbau verwendet wird oder einfach Modder bedeutet. Es gibt auch Geschichten über Walfischblut u.ä., das in der Farbe verarbeitet wurde. Nun, Walfischblut ist nicht rot sondern schmutzig braun, aber dennoch setzte man der Farbe alles zu, was billig war und haften blieb. Aber das Rot stammt aus dem feingemahlenen Erz, das zunächst gebrannt wird. Es handelt sich um Eisenoxid mit Spuren von Blei, Kupfer und anderen Schwermetallen.

Falurödfärg in Schweden enthält Blei und wird deshalb von den Behörden streng beobachtet. Moose Färg S wird speziell für den Export hergestellt und enthält daher kein Kupfer oder Blei.

Und all diese Anekdoten…. Schlamfärg, Schwedenrot und Kung Johan

Es gibt viele Mythen und Legenden rund um diese Farbe. So soll das erste rote Pigment von einer Ziege entdeckt worden sein, die mit ihren Hörnern in der Erde scharrte und zum Schrecken der Dorfbewohner in der Provinz Dalarna plötzlich mit roten Hörnern rumlief. König Johan der Dritte, der in Europa war, meinte, dass auch die Schweden rote Dächer und Häuser haben müssten und machte es zur Pflicht mit roter Farbe zu arbeiten. Übrigens konnte man diese Holzfarbe zufälligerweise auch in der Kupfermine kaufen, an der Johan Anteile besaß.

Kung Johan

Kung Johan

Es war wohl die billigste Holzfarbe, wenn man also ein bisschen Geld hatte, strich man sein Haus an der Vorderseite weiß und so entstanden dann auch die anderen Farben. Dennoch charakterisierte das Schwedenrot die schwedische Landschaft und eigentlich ganz Nordeuropa, sowie die Gegenden rund um die Ostsee. Kein Wunder, denn dieses Rot ist einfach schön. Über die enthaltenen Schwermetalle dachte man früher einfach noch nicht nach.

Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass die Farbe in Finnland meist die gleiche ist. Dort nennt man schwedenrot Rödfärg Puunamaali (rote Farbe), oder auch Puunamulta (roter Modder).

Jan Smit Moose Farg

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